Schützenhaus / Schießstand


Ca. 30 Jahre kämpfte die Schiessgruppe (gegr. 1953) der Schützengesellschaft um Titel und Pokale auf dem Schießstand hinter der Gaststätte Heimes. Das Grundstück stellte die Familie Heimes unentgeltlich zur Verfügung und die Schießgruppe baute den Schießstand.

Im Frühjahr 1996 musste der Schießstand dann einem Wohnhausbau weichen. Die Schießgruppe stand plötzlich ohne Schießstand da. Was nun, war die große Frage?
Wo können wir einen neuen Schießstand bauen? Viele Möglichkeiten wurden diskutiert, z.B. Bau eines Schießstandes bei den Gaststätten Optenplatz bzw. Maubach oder in einer leer stehenden Halle.
Nach langen Überlegungen entschied man sich, auf dem von der Familie Schnitzler angebotenem Grundstück (welches später parzelliert und gekauft wurde), ein Schützenhaus mit Schießstand zu bauen. Schützenhaus mit Schießstand bedeutete also ein Zuhause nicht nur für die Schießgruppe sondern für alle Mitglieder der Schützengesellschaft.
Die Finanzierung erfolgte über eigene Mittel , Sach- und Geldspenden, Eigenleistungen und Darlehen von Bank und Gemeinde. Das Architekturbüro Mayer erstellte die Planzeichnung und beantragte im Juni 1997 die Baugenehmigung.

Die Schießgruppe trainierte in der Zeit behelfsmäßig bei Johannes Kath.

Die Baugenehmigung wurde angekündigt und um in der Saison 1998 den Schießbetrieb wieder aufnehmen zu können, wurde schon mit den ersten Arbeiten (Herrichten des Baugeländes und dem Ausheben der Fundamente, Giesen der Sohle) zum neuen Schießstand im November 1997 begonnen.

Die schriftliche Baugenehmigung erfolgte am 12.12.1997 und direkt danach wurde der erste Stein gelegt.

24.01.1998 Errichten des Dachstuhl
07.02.1998 Eindecken des Daches.

Dank der vielen Helfer (hier eine kleine Auswahl)   konnte tatsächlich der neue Schießstand schon in der Saison 1998 behelfsmäßig genutzt werden.

Richtfest wurde 1. Mai 1998 gefeiert. Es gab neben den Getränken ein Spanschwein am Spieß.

Nach der endgültigen Fertigstellung dann die offizielle Einweihung am 02. Oktober 1998.

Besonders sei hier das geschnitzte Holzschild mit dem Schriftzug "Schützengesellschaft Börholz-Alst e.V. -gegr. 1894"" erwähnt, dass der Marinezug (Norbert Optenplatz) erstellt und gestiftet hat.

Hier ein Fotoalbum über die einzelnen Baumaßnahmen

Mit Notarvertrag vom 14. Mai 1999 wurde der Kauf des Grundstücks durch die Schützengesellschaft besiegelt. Nach Vermessung erfolgte dann die Eintragung ins Grundbuch Ende 1999.

Die Schützengesellschaft vermietete den Schießstand an den, im Jahre 1997 gegründeten, Schieß-Sport-Verein Börholz-Alst e.V. in dem auch die Schießgruppe der Schützengesellschaft integriert wurde.
Die Schützen genossen ihren neuen Schießstand und behaupteten nach wie vor ihre Spitzenstellung innerhalb des Westdeutschen Grenzschützenbundes.
Da die Vereine innerhalb des Westdeutschen Grenzschützenbundes weniger wurden, suchte man nach neuen Herausforderungen. Es entwickelte sich die Idee an den Rundenwettkämpfen des Bezirks Schwalmtal-Brüggen im Bund der Historischen Bruderschaften teilzunehmen. Hierzu war allerdings ein geschlossener Schießstand mit mindestens 6 Bahnen notwendig.
Die Mitgliederversammlung der Schützengesellschaft beschließt am 29.08.2004 die Überdachung und Ausbau des Schießstandes und Anbau von Toilettenanlagen und Lagerräumen.
Wiederum erstellte das Architekturbüro Mayer die Planzeichnung und beantragte im Oktober 2004 die Baugenehmigung.

Ende Juni 2005 dann Beginn der Vorarbeiten zu diesem Vorhaben. Abriss der Lager auf dem Schießstand und Herrichten des Baugrunds

Am 03.11.2007 Schießstand und Anbau fertig und am 23.02.2008 dann die offizielle Einweihung der Erweiterung des Schützenhauses (Küche, Toiletten Lagerräume).

Hier ein Fotoalbum über die Erweiterung des Schützenhauses und der Überdachung des Schießstandes

Während der Bauphase ging der Schießbetrieb weiter, sowohl die vereinseigenen Schießen als auch die Schießen im Grenzschützenbund.

Für die Teilnahme an den Rundenkämpfen im Bezirk Schwalmtal Brüggen waren mit der Überdachung und der Erweiterung auf 6 Bahnen 2 wichtige Bedingungen erfüllt.
Mit Beschluss der Schießmeisterversammlung des Bezirks Schwalmtal Brüggen vom 30. Januar 2006 durften die Schützen des Schieß-Sport-Verein Börholz-Alst an den Bruderschaftsvergleichskämpfen (Rundenwettkämpfe) sowie am Dekanatspokal teilnehmen.
Die Gastmitgliedschaft des Schieß-Sport-Verein Boerholz-Alst e.V. war zunächst auf drei Jahre befristet und hatte eine Vollmitgliedschaft im Bund der historischen deutschen Schützenbruderschaften als Ziel.
Die Teilnahme an den Meisterschaften und den historischen Wettbewerben ist erst mit einer Vollmitgliedschaft möglich. Die "Aufgelegt"-Mannschaft startete am 19.10.2006 mit dem 1. Rundenwettkampf. Die "Stehend frei"-Mannschaft folgte erst im Jahre 2007.
Am 06.03.2010 dann die Aufnahme in den Bund der Historischen Bruderschaften als Sebastianus-Schützen-Verein Börholz-Alst (gegründet 07.02.2010).

Ein Schützenhaus unterliegt auch wie alle anderen Gebäude der Instanthaltung. So wurde am 21.04.2012 die Nordseite des Schützenhausdaches neu eingedeckt.
Desweiteren wurde jahrelang über die Verbesserung des Schallschutzes im Schützenhaus diskutiert. Im Januar und Februar 2013 gelang es durch Einbau einer neuen Decke den Schallschutz zu verbessern.

Im Winter 2014/2015 mussten auf Grund neuer Vorschriften sicherheitstechnische Veränderungen am Schießstand vorgenommen werden.

Schützenhaus und Schießstand sind selbstverständlich nicht nur für die Sportschützen da.
Da Börholz und Alst ohne Gaststätte sind, ist das Schützenhaus auch, laut Mitgliederbeschluss der JHV v. 10.02.2017, offiziell das Vereinslokal der Schützengesellschaft.
Vereinseigene Festlichkeiten (Kränzerball, Sommerfest), Mitgliederversammlungen, Vorstandsversammlungen, Feierlichkeiten der Züge, Nachbarschaftstreffen und private Festlichkeiten einzelner Mitglieder werden hier abgehalten.
Im Jahre 2015 z.B. die Bezirkssiegerehrung des Bezirks Schwalmtal Brüggen mit ca. 150 Personen.

Auch der St. Martins-Verein Börholz fand ihm Schützenhaus sein Zuhause. Seit dem Jahre 2001 werden hier die Tüten an die Börholzer Kinder ausgegeben und der St. Martinsball durchführt. Von 2001 bis 2004 mit einem provisorischen Dach über dem Schießstand.


Nach dem ersten Vogelschuss am 5. März 1895 wurde im Protokollbuch vermerkt: "Somit war der Grundstein unserer Gesellschaft gelegt und wird hoffentlich der Bau derselben nach wenig Jahren in seiner Schönheit dastehen."
Heute steht nicht nur unsere Gesellschaft in ihrer Schönheit da, sondern auch unser Schützenhaus mit Schießstand.