Börholz-Alst

Kapelle und Kreuze


Wir wollen hier über die drei stummen Zeitzeugen berichten an denen über 100 Jahre die Schützenzüge unserer Schützengesellschaft vorbeizogen. Die Schützengesellschaft nutzt diese Orte seit vielen Jahren für die Kranzniederlegung und dem Gedenken an die verstorbenen und gefallen Mitglieder.

Alle drei waren Bet- und Bittstellen für die umliegenden Anwohner. Jeder einzelne ging mit seinen persönlichen Anliegen zum Kreuz bzw. zur Kapelle. Auch versammelten sich die Nachbarschaften zum gemeinsamen Gebet zu bestimmten Anlässen wie z.B. lange Trockenzeit, schlechtes Erntewetter usw.

Die kleine Marienkapelle ist für die Börholzer ein Bet- und Fürbittort. Im Marienmonat Mai und im Rosenkranzmonat Oktober treffen sich Leute, um dort den Rosenkranz zu beten. Jährlich findet an der Börholzer Marienkapelle am ersten Maisonntag eine Maiandacht für die ganze Pfarrgemeinde statt.

Über der Eingangstür sind die Jahreszahlen 1699 und 1890 angebracht.Bereits im Jahre 1699 wurde die Kapelle urkundlich erwähnt. Nach dem Verfall wurde am 9. Juni 1890 der Grundstein zum Wiederaufbau gelegt.


Am 17. September 1890 erfolgte die Einsegnung der Kapelle, verbunden mit der Aufstellung eines Bildes der schmerzhaften Gottesmutter.



Nach der aufwendigen Restaurierung des Andachtsbildes 1968 erfolgte 1977 eine Instandsetzung der Kapelle.
Eine gründliche Renovierung der Kapelle und eine Neugestaltung des Umfeldes erfolgte in den Jahren 1996 und 1997. 1999 jährte es sich zum 300sten Mal, daß man in Börholz eine Kapelle am Weg durch die vermutlich seit Anfang des 14. Jahrhunderts existierende Waldhufensiedlung baute.
Börholzer retteten Kapellchen: Rheinische Post vom 2.05.2007

Das Bet- und Bittkreuz am Haus Alst 85a trägt die Inschrift: "Auch in der Hast unserer Zeit denk an die Ewigkeit."
Das genaue Alter ist nicht bekannt, es kann jedoch davon ausgegangen werden, dass es ebenfalls Ende des 19. Jahrhunderts errichtet wurde. Im Zuge des Umbaus der Scheune (Feldes) in das heutige Wohnhaus im Jahre 1955 wurde das Kreuz renoviert und am 16. September 1956 wieder neu eingeweiht.

Das Wegekreuz am Haus - Alst 53 ( Rölkes) wurde 1894 errichtet und ist somit genauso alt wie die Schützengesellschaft. Es stand ursprünglich an der Giebelwand einer alten Scheune und wurde mehrfach durch vorbeifahrende Erntefahrzeuge oder Lastkraftwagen beschädigt. Mit dem Bau des jetzigen Gebäudes im Jahre 1953 erhielt das Kreuz eine geschützte Nische in der Wand.